Am gestrigen Abend durften wir in der Bücherei Bad Zell die Autorin Eva Reisinger zu einer ganz besonderen Lesung begrüßen. Rund 40 Besucherinnen und Besucher – vorwiegend junge Frauen, aber auch zwei Männer – lauschten gespannt ihren Worten.
In angenehm ruhiger Atmosphäre las Eva Reisinger aus ihrem aktuellen Werk und nahm sich viel Zeit, um Anekdoten zu erzählen. Besonders amüsant war ihre Erinnerung an ihre allererste Lesung, bei der eine ältere Dame sich kritisch äußerte, weil kein Mord vorgelesen wurde. Seitdem sorgt Eva sicherheitshalber dafür, dass in jeder Lesung ein Mord vorkommt – um ihre Zuhörerinnen und Zuhörer nicht in ähnliche Ungewissheit zu versetzen.
Besonders interessant war ihr Bezug zu Bad Zell. Während der Busfahrt hierher kamen viele Erinnerungen hoch, die sie mit dem Publikum teilte. Auch auf ernste Themen wurde eingegangen: So sprach sie über Frauenmorde in Österreich und erzählte, wie sie durch ihre Arbeit als Journalistin erstmals mit diesem bedrückenden Thema in Berührung kam.
Doch trotz der makabren Passagen gelang es Eva Reisinger, eine lockere und angenehme Stimmung zu schaffen. Immer wieder erinnerte sie das Publikum daran, dass man ruhig lachen dürfe – und genau das geschah auch an den passenden Stellen.
Es war eine eindrucksvolle und facettenreiche Lesung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir danken Eva Reisinger herzlich für ihren Besuch und freuen uns auf weitere spannende Abende in der Bücherei Bad Zell!







